Hospiz- und Palliativmittel

Im Bundesland Salzburg nimmt die Förderung sowie Finanzierung des Hospiz-und Palliativ-Bereiches (HosPal-Bereiches) bereits seit zweieinhalb Jahrzehnten eine wichtige Position im Rahmen der Gesundheitsversorgung ein. Der SAGES legte bereits frühzeitig im Jahr 1997 einen Schwerpunkt auf die Finanzierung des HosPal-Bereiches. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte die finanzielle Dotierung über die „Mittel für krankenhausentlastende Maßnahmen“ und war mit umgerechnet
€ 18.200,– noch eher bescheiden ausgelegt. Die themenspezifische Ausrichtung dieser Maßnahmen konnte je Bundesland unterschiedlich ausgerichtet sein. Die Vergabe der Mittel in Salzburg zeigt von jeher die große Wertschätzung für den HosPal-Bereich.

Mit der Einführung des Hospiz- und Palliativfondsgesetzes (HosPalFG) wurde der Bereich grundlegend auf neue Füße gestellt. Das Gesetz trat rückwirkend mit 01.01.2022 in Kraft und stellt die Grundlage zur Verfügung, die HosPal-Versorgung im Bundesgebiet flächendeckend weiter ausbauen zu können.

Die zur Verfügung stehenden Gesamtmittel für das Bundesland Salzburg werden gem.§ 3 HosPalFG unter Beibehaltung der Drittelfinanzierung (§ 2 (2a) Pflegefondsgesetz) aufgebracht und setzen sich im Jahr 2023 wie folgt zusammen:

HosPal Topf Österreich € 36.000.000,00
davon Anteil Salzburg
gem. Bevölkerungsschlüssel (6,27 %)
€ 6.766.271,78
1/3 Land € 2.257.984,90
1/3 SV € 2.257.984,90
1/3 Bund (abzüglich GÖG)*

*GÖG (Verwaltungskosten) für Salzburg gem. Bevölkerungsschlüssel
(= € 7.683,42)

€ 2.250.301,48

HosPal-Förderungen 2023

Für die spezialisierte Versorgung im HosPal-Bereich in Salzburg werden folgende Angebote finanziell gefördert:

  • Hospizteams
  • Mobile Palliativteams
  • Palliativkonsiliardienste
  • Stationäre(s) Hospiz(e)
  • Tageshospize
  • Kinder-Hospizteams mobil
  • Mobile Kinder-Palliativteams

Die HosPal-Förderungen des SAGES werden jährlich im vorhinein durch die Gesundheitsplattform beschlossen. Folgende Institutionen wurden im Jahr 2023 durch den SAGES konkret gefördert:

Caritas Salzburg, Palliativ Initiative

Durch den Ausbau palliativmedizinischer und -pflegerischer Angebote im ambulanten Bereich, ergeben sich im bei hoher Betreuungsqualität signifikante Kostenreduktionen im stationären Setting. Durch die Mittel wird der Betrieb ambulanter palliativmedizinischer Dienste finanziert.

Hospizbewegung Salzburg

Die Hospizbewegung verbessert aktiv und kompetent die Lebensqualität todkranker Menschen und hilft deren Angehörigen, ein Sterben zu Hause zu ermöglichen. Es ist Ziel, eine flächendeckende Versorgung (lt. Arbeitsgruppe HosPal des Bundes) auf bundesweiter Ebene sicherzustellen.

In der Hospizbewegung Salzburg können durch den Einsatz einer Diplomkrankenschwester und ehrenamtlichen Hospizbegleiter und –begleiterinnen die Pflegetage in Krankenhäusern erheblich reduziert werden. Gefördert werden des Weiteren die Personalkosten im Bereich „Kinderhospiz“ (für eine Ärztin).

Raphael-Hospiz, Salzburg

Das Hospiz (Trägerschaft Barmherzige Brüder Salzburg) ergänzt die bestehende extramurale Versorgung. Mit Ende 2023 wurden die Hospizbetten auf zehn Betten ausgebaut. Ausdrücklich nicht davon umfasst sind Palliativbetten, die weiter im Rahmen der LKF-Finanzierung abgerechnet werden.

Palliativkonsiliardienst/PKD

Als Träger des intramuralen PKD fungiert die SALK. Mit Ende 2023 war ein Team von vier Vollzeitäquivalenten mit der Betreuung von stationären Palliativpatientenpatienten im Einsatz.